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28/04/2020

Gastronomie: Senkung der Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie greift zum 1. Juli 2020: Es ist zwar weiterhin ungewiss, ab wann und unter welchen Voraussetzungen Restaurants, Cafés und Bars wieder öffnen dürfen. Aber immerhin gilt in gut 8 Wochen für mindestens 1 Jahr: Speisen, die zum Verzehr angeboten werden, unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 %.

Steuersenkung Gastronomie: Bedeutung in der Praxis

Die Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie macht der Branche Hoffnung. Auch wenn noch nicht feststeht, ab wann sie wieder Gäste bewirten dürfen, verspricht die Steuererleichterung höhere Gewinne. Denn ganz konkret bleiben ab Juli pro 100 Euro, die ein Gastronom mit Speisen umsetzt, ganze 12 Euro mehr im Unternehmen.

Vorteile für Events?

Viele Weinhändler leiden immens darunter, dass Sie aktuell weder kleine Verkostungen noch größere Events durchführen dürfen – von Online-Tastings einmal abgesehen. Die Senkung des Steuersatzes für Speisen könnte für Weinhändler im Bereich Veranstaltungen durchaus interessant sein, um diese Umsatzeinbußen später zu kompensieren: Wenn Sie bei Ihren Tastings und Seminaren kleine Snacks oder ganze Menüs servieren, könnte die neue Regelung Ihnen bessere Margen bescheren. Mit euro-Sales Vino setzen Sie das kinderleicht um und profitieren von der Steuersenkung: Sie können für Veranstaltungsartikel Preisbestandteile mit gemischten Steuersätzen kombinieren. Denn für Präsentkorbe kann Ihre Software das ohnehin bereits, damit Sie Kombinationen aus Wein und Feinkost nicht mehr Steuer abführen, als nötig.

Vorlaufzeit für die Senkung der Mehrwertsteuer

Auf den ersten Blick könnte man sich fragen, warum die Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomen nicht schon früher in Kraft tritt. Allerdings würde eine sofortige Änderung kaum einem Wirt wirklich nutzen: Lebensmittel, die zum Mitnehmen angeboten werden, unterliegen ohnehin schon dem ermäßigten Satz. Und ab wann in Deutschland wieder Gäste „im Haus“ bewirtet werden dürfen, ist ungewiss. Außerdem ist nicht zu unterschätzen, dass die Änderung der Vorschrift von den Unternehmern auch vorbereitet werden muss.

Hinweis in Speisenkarten

Die Preisangabenverordnung (PAngV) schreibt vor, dass Gastronomen in ihren Angebotskarten Inklusivpreise nennen müssen. Ein Hinweis darauf, dass alle Preise die gesetzliche Mehrwertsteuer enthalten, ist erforderlich. Der Knackpunkt: Bisher mussten Speisen und Getränke im Vor-Ort-Verzehr einheitlich mit 19 % besteuert werden. Deshalb lautet der Standard-Hinweis in vielen Speisenkarten: „Alle Preise inkl. 19 % MwSt“. Dieser Satz ist ab dem 1. Juli nicht mehr korrekt. Gastronomen, die deshalb Ihre Angebotskarten – oder zumindest einzelne Seiten – korrigieren müssen, können sich immerhin zunutze machen, dass Sie den Steuersatz gar nicht nennen müssen: Lediglich der Hinweis darauf, dass die Preise „die Mehrwertsteuer enthalten“, ist gesetzlich vorgeschrieben. Auch verständliche Abkürzungen, beispielsweise „inkl. MwSt“ sind zulässig. Diese Formulierungen haben den Vorteil, dass sie auch dann gültig bleiben, wenn der Staat die Steuersätze ändert.

Die Kasse nicht vergessen

Damit Gastronomen von der Senkung der Steuer auf Speisen zum 1. Juli unmittelbar profitieren können, muss auch die Kasse mitspielen. In erster Linie sind hier 3 Faktoren entscheidend:

  • Angabe des Steuersatzes auf dem Kundenbeleg (Bon, Guestcheck, Rechnung)
  • Ausweisung der Steuerlast für Speisen (Kassenabschluss, Tagesbericht, DATEV-Export etc.)
  • Die Preisberechnung der Kasse: Wirkt sich die Änderung des Steuersatzes auf die Verkaufspreise aus, so dass eine Preisänderung erforderlich ist?

Ob und welche Änderungen an Ihrer Kasse erforderlich sind, können Unternehmer im Vorfeld prüfen: Wie berechnet Ihre Kasse die Kundenpreise? Führt das Mindern des Steuersatzes zu einem geringeren Kundenpreis, so dass Sie Ihre Verkaufspreise erhöhen müssen? Oder bleiben die Endpreise konstant, so dass sich Ihr Gewinn automatisch erhöht? Im Zweifel lohnt es sich für Gastronomen, Kontakt zu ihrem Kassenhersteller aufzunehmen, um diese Fragen rechtzeitig zu klären.

Automatische Änderungen an der Kasse?

Alle euro-Sales Vino Kunden, die die Gastronomiefunktionen der Kasse nutzen, können aufatmen: Für Sie besteht kein Handlungsbedarf, weil Ihre Kasse die Änderungen automatisch für Sie umsetzt. Ihre Brutto-Verkaufspreise für Speisen müssen nicht geändert werden; die Summe, die Sie Ihren Kunden berechnen bleibt gleich.

Bislang wechselt die Gastronomiekasse von euro-Sales Vino den Steuersatz automatisch: Wenn Sie Speisen oder Feinkostartikel „im Haus“ verkaufen, berechnet euro-Sales automatisch 19 % anstatt 7 % Umsatzsteuer. Diese Funktion setzen wir für Sie pünktlich zum Stichtag außer Kraft. So berechnet Ihre Kasse automatisch sowohl den korrekten Brutto-Kundenpreis, als auch Ihre Steuerlast mit dem ermäßigten Satz. Ihre Marge steigt also ab dem 1. Juli. Auch die Angabe der Steuersätze auf Ihren Kassenbelegen wird in diesem Zuge automatisch angepasst. So sind Sie auf der sicheren Seite und können direkt zum 1. Juli von der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie profitieren.

Quellenangaben und weiterführende Links:

Bildquelle: © Vichien Petchmai / 123RF.com

https://www.gesetze-im-internet.de/pangv/BJNR105800985.html

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