weinhandel.digital Logo
das
online magazin
für den
weinhandel
Orange Wine ist kein Naturwein
01/07/2021

Orange Wine – die vierte Weinfarbe

Rotwein, Weißwein und Rosé kennt jeder, doch was ist mit orangefarbenem Wein? Ein „Orange Wine“ ist sozusagen ein Weißwein, der wie ein Rotwein hergestellt wird. Die Weißweintrauben werden mit den Beerenschalen vergoren und extrahieren dadurch mehr Tannine und Farbstoffe aus den Beerenschalen. Orange Wine ist durch eine dunkelgelbe bis orange Farbe gekennzeichnet und ist meistens etwas trüb. Die Weinherstellung erfolgt mittels Maischegärung (über einige Wochen bis Monate) in Quevri, Fässern oder Tanks.

Es gibt mittlerweile einen internationalen Trend, bei dem Winzer mit Orange Wine Ihre Erfahrungen sammeln und unter den Weingenießern erlebt er momentan einen regelrechten Hype. Die Nachfrage ist groß und Weinhändler*innen, die Orange Wine im Sortiment haben sind gefragt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Kunden-Newsletter, der Lust auf Sommer und orangefarbigen Wein macht … E-Mail Marketing ist ein hocheffektiver Werbekanal und die 4. Weinfarbe bietet viel Spielraum für eine ansprechenden Newsletter-Betreffzeile, die sicherlich eine hohe Aufmerksamkeit der Empfänger verspricht.

Orange Wine ist kein Naturwein

Orange Wine wird oft fälschlicherweise als Naturwein bezeichnet. Der Ursprung von Naturweinen basiert auf Grundlagen des biologischen oder biodynamischen Weinbaus. Die Trauben werden von Hand gelesen und die spontane Gärung geschieht dabei ohne Einsatz von Zusatzhefe. Man verzichtet in den meisten Fällen auf die Schwefelzugabe. Es handelt sich beim Naturwein also um einen unbehandelten Wein, der mit geringstmöglichem Eingriff des Winzers hergestellt wird. Orange Wine wird hingegen in einer speziellen Weinbereitungstechnik hergestellt. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren werden hierbei die ausschließlich weißen Trauben einer Maischegärung unterzogen, die einige Wochen bis Monate andauern kann. 

Interessiert Sie das Thema biologischer Weinbau? Dann kennen Sie sicherlich unseren Top-Beitrag über Bio-Weine und ökologische Weinproduktion. Klicken Sie sich gerne mal rein und erfahren alles über die Herstellung und die Zertifizierung, die Sie benötigen, wenn Sie Bio-Weine verkaufen möchten. Herr Barthel vom Weinblatt in Dortmund berichtet hier über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Thema (veganer) Bio-Wein.

Herstellungsverfahren

Die typische Farbe des Orange Wines entsteht dadurch, dass die Gärung noch mit Beerenschale durchgeführt wird. Ein Vorgang, der sonst nur bei der Rotweinherstellung üblich ist. Der traditionellste Orange Wine gleicht georgischen Weinen, die in Quevris produziert werden. Historisch betrachtet ist die Weinherstellung in großen, in die Erde vergrabenen Tongefäßen wahrscheinlich die älteste Form der Weinherstellung und Quevris wurden speziell für die Weinerzeugung und Lagerung eigens erzeugt. Sie wurden aus statischen und klimatischen Gründen in den Boden vergraben. Diese Art der Weinbereitung hat sich bis heute in Georgien gehalten und ist seit dem späten 20. Jahrhundert auch international wieder verbreitet, unter anderem in Italien, Slowenien, Kroatien, Deutschland, Österreich und Frankreich.

Orange Wine: Quevriwein aus Georgien
Ein Beispiel für einen traditionellen maischevergorenen Weißwein ist der Quevriwein aus Georgien.

Orange Wine hat weit mehr Gerbstoffe als gewöhnlicher Weißwein. Der Sortencharakter der Rebsorten geht bei dieser Weinherstellung teilweise verloren. Nach der Maischegärung wird erst nach Wochen oder Monaten abgepresst. Die extrem lange Maischestandzeit prägt den Weincharakter stärker als der Lagerbehälter.

Gesetzliche Regelung

Bei den Bezeichnungen Orange Wein, naturbelassener Wein, Naturwein, Amphorenwein oder Quevriwein handelt es sich um keine geschützten und klar definierten Begriffe. Grundlage der Erzeugung ist dennoch die Weingesetzgebung. Zur Bezeichnung als Qualitätswein ist die Vergabe einer Amtlichen Prüfungsnummer Voraussetzung. In Anbetracht des wachsenden Marktsegmentes sind sowohl in Deutschland als auch in Österreich AP-Nummern vergeben.

Wir haben zu Anfang des Beitrags über E-Mail-Marketing berichtet und wie wichtig der Inhalt Ihres Kunden-Newsletters ist. Wählen Sie spannende Themen und Beiträge, die Ihre Zielgruppe interessiert und die Wertigkeit Ihrer Produkte zeigen. Der aktuelle „Orange Wine“ Trend beispielsweise bietet sich hervorragend an um Ihre persönliche Note und Erfahrungen einfließen zu lassen. Begeistern Sie Ihre Kunden und stärken ganz nebenbei die Kundenbeziehung und bauen so einen Expertenstatus auf.

Es gibt viele E-Mail-Tools, mit denen Sie Kunden-Newsletter erstellen können und die wichtigsten Funktionen, die ein solches Tool unbedingt haben sollte, finden Sie in diesem Beitrag. Als euro-Sales Vino Nutzer können Sie die Kontaktdaten Ihrer Newsletter-Empfänger übrigens optimal verwalten und Empfängerlisten smart und rechtskonform anlegen. Selbstverständlich unter Berücksichtigung der strengen europäischen Datenschutzregeln. Über die DSGVO-Funktionen im Kundenmanagement können Sie Daten auf Wunsch Ihrer Kunden löschen und anonymisieren. Mehr dazu finden Sie im angegebenen Beitrag!

Bildquelle: © Paolo De Santis, Viktor Kharchenko, Dmytro Pauk – 123RF.com / bearbeitet durch eurosoft IT GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

0049 (0)2521 85 04 0 vino@eurosoft.net
Hintergrund Zitat
Wenn Du schnell gehen willst, geh allein.
Aber wenn Du weit gehen willst, geh mit anderen.

top beiträge

Mit dem QR-Code eine E-Mail schreiben

Hätten Sie’s gedacht? Nun, dass der QR-Code zu einer Website führen kann, ist den meisten Menschen bekannt. Dieser interessante Code kann allerdings einiges mehr: Er kann zum Beispiel dafür sorgen, dass Sie angerufen werden, Sie E-Mails oder SMS-Nachrichten erhalten – er kann sogar eine Verbindung zum WLAN aufbauen, mit GPS-Koordinaten umgehen oder schlicht einen Text […]

weiterlesen