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Blogartikel: Steuersenkung 2020 - Fluch oder Segen?
24/06/2020

Steuersenkung 2020 – Fluch oder Segen?

Die geplante Senkung der Umsatzsteuer zum 1.7.2020 sorgt für gemischte Stimmung. Unter Weinhändlern macht sich Verunsicherung breit, die Gerüchteküche brodelt: Werden Tabakwaren und alkoholhaltige Lebensmittel von der Steuersenkung ausgeschlossen? Müssen Händler ihre Preise zum Stichtag senken? Ist das Gesetz schon beschlossene Sache, oder noch heiße Luft? Oder stimmt es, dass der Stichtag vom 1.7. auf den 1.9 verschoben werden soll? Im Folgenden gehen wir diesen Fragen auf den Grund und stellen Lösungsansätze aus der Praxis vor, mit denen Sie sich auf die geplante Änderung der Steuersätze vorbereiten können.

Was haben Sie gedacht, als unsere Bundesregierung Anfang Juni den Plan äußerte, die Steuersätze für ein halbes Jahr zu senken? Klang es für Sie auch erstmal plausibel, dass sich so das Ziel – den Konsum und die Konjunktur im Inland anzukurbeln – erreichen lässt? Für die meisten Unternehmer klang die Aussicht auf die Steuersenkung 2020 erstmal erfreulich. Bei näherer Betrachtung überwiegen für viele eher die Nachteile.

Der aktuelle Stand zur Steuersenkung 2020: Ist das Gesetz schon beschlossene Sache?

Das wichtigste – und vielleicht kurioseste – vorab: Fest steht die Änderung der Steuersätze in Deutschland noch nicht endgültig. Bislang gibt es einen Entwurf für das geplante Gesetz zur MwSt-Änderung. Der konkrete Beschluss wird zum 29. Juni erwartet. Ganze 2 Tage bevor das Gesetz in Kraft treten soll. Wenn es denn beim angedachten Stichtag, dem 1. Juli, bleibt. Es gibt Gerüchte, dass die Steuersenkung im letzten Moment noch auf den 1. September verschoben werden könnte.

Steuersenkung 2020 – auf alles ohne Alkohol?!

Klarheit fehlt auch darüber, ob das Gesetz zur Änderung der Mehrwertsteuer 2020 eine Senkung der Steuersätze ohne Ausnahme beinhalten wird: Daniela Ludwig (CSU), Ihres Zeichens Drogenbeauftragte der Bundesregierung, pocht darauf, Alkohol und Tabak von der Steuersenkung 2020 auszuschließen. Zum Glück scheint das ein Gerücht zu bleiben: Die Union hält aktuell daran fest, den vollen Mehrwertsteuersatz an sich und ohne Ausnahmen senken zu wollen.

Informationen vom Bundesfinanzministeriums zur Steuersenkung 2020

Konkrete Informationen sind bislang Mangelware. Das Bundesfinanzministerium (BMF) kommuniziert online:

„Das Bundeskabinett hat am 12. Juni 2020 erste umfangreiche Maßnahmen des Konjunkturpakets beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entschlossen anzugehen. Dazu zählt insbesondere die befristete Senkung der Umsatzsteuer im zweiten Halbjahr 2020: Die Umsatzsteuer wird vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Der reguläre Steuersatz sinkt dabei von 19 % auf 16 %, der reduzierte Steuersatz von 7 % auf 5 %. Hierzu stimmt das Bundesministerium der Finanzen derzeit einen Entwurf eines begleitenden BMF-Schreibens mit den obersten Finanzbehörden der Länder ab. Das endgültige Ergebnis der Erörterungen bleibt abzuwarten.“

Auf der Webseite des BMF finden Sie das aktuelle Schreiben zum Gesetzesentwurf, das 18 Seiten umfasst. Anm. der Redaktion: Bei unserem letzten Aufruf für die Recherche an diesem Beitrag am 22. Juni 2020 war das Schreiben deutlich auf jeder einzelnen Seite als „Entwurf“ gekennzeichnet…

Sind Händler verpflichtet, die Preise zu senken, wenn die MwSt-Änderung kommt?

Auch wenn das Ziel der Steuersenkung 2020, das Ankurbeln des Konsums, durch eine Preissenkung für Endverbraucher erreicht werden soll: Im Entwurf des Bundesfinanzministeriums findet sich keine Vorschrift, die Preisänderungen vorschreibt. Solange Sie als Händler keiner Preisbindung für alle oder bestimmte Waren Ihres Sortiments unterliegen, dürfen Sie Ihre Preise selbst festlegen. Unlautere Preisgestaltung und sonstige Ausnahmen (Wucher, etc.) einmal ausgenommen. Ob und wie Sie Preise aufgrund der Mehrwertsteuersenkung reduzieren, bleibt aller Voraussicht nach Ihre Entscheidung.

Welche Art von Preissenkung ist erlaubt?

Die Umsetzung einer möglichen Preissenkung bleibt ebenfalls Ihre Sache: Sie können wahlweise mit einer Rabattierung oder einer Preisänderung arbeiten. Mitunter spielt die Technik, die Sie nutzen bei der Entscheidungsfindung eine ebenso wichtige Rolle wie Ihre Strategie. Denn Ihnen bleibt voraussichtlich wenig Zeit für deren Umsetzung.

Wer ohne EDV arbeitet, wird es erst recht nicht leicht haben, Preise zu ändern oder Rabatte zu gewähren. Experten befürchten, dass viele kleine Geschäfte, die eine offene Ladenkasse führen, Ihren Betrieb zeitnah oder spätestens nach einer Kassenprüfung aufgeben werden.

Was ist mit Lieferungen und Leistungen, die Sie vor Juli erbringen und nach der Senkung der Steuersätze berechnen?

Diese Frage beantwortet das Schreiben des BMF konkret. Für Lieferungen und (Teil-)Leistungen, die Sie vor dem Zeitpunkt der MwSt-Änderung erbracht haben, müssen Sie die aktuell geltenden Mehrwertsteuersätze für die Berechnung zugrunde legen. Ganz egal, ob Sie die Rechnung direkt erstellen, oder erst nach der Änderung des Steuersatzes.

Steuersenkung 2020 – Was droht Unternehmern?

Erinnern Sie sich an die letzte grundlegende Änderung der Mehrwertsteuer in Deutschland? Das war vor gut 13 Jahren, seitdem gab es höchstens geringfügige Anpassungen für Einzelfälle und besondere Produktgruppen. Damals wurde der volle, der sog. Regelsteuersatz, von 16 auf 19% erhöht, der ermäßigte Satz stieg von 5 auf 7%. Und zwar am 1. Januar, für „unbestimmte Zeit“. Im Gegensatz zu der geplanten temporären Steuersenkung 2020 also unter deutlich besser überschau- und planbaren Bedingungen für Unternehmer. Dennoch führte die Änderung der Steuersätze bereits 2007 in der Praxis zu zahlreichen Auslegungsproblemen, ungeklärten Abgrenzungsfragen und Anpassungsschwierigkeiten. Auch für Unternehmer, deren Geschäftsjahr zum Stichtag der Änderung begann. Selbst bei Steuerberatern und Rechtsexperten.

Dieses Mal steht ein vergleichbares Szenario gleich doppelt bevor. Denn die Steuersenkung 2020 soll nur bis zum Jahresende gelten. Weinhändler, die zum 31. Dezember eine Inventur durchführen müssen, sind durchweg „begeistert“.

Loose-Loose-Situation für Weinhändler?!

Wie auch immer Sie das Thema Steuersenkung 2020 in Ihrem Unternehmen handhaben wollen: Für viele Weinhändler bahnt sich ein unschönes Szenario an. Und zwar ganz unabhängig davon, ob sie beschlossen haben, die Preissenkung an Endverbraucher 1:1 weiterzugeben, oder die Bruttopreise beizubehalten. Denn an der Stelle ergeben sich zahlreiche Fragen, die bei der Idee mit der „Steuersenkung Deutschland 2020“ in Berlin erstmal niemand bedacht hat. Mal angenommen…

…Sie senken Ihre Ladenpreise nicht, wenn ab 1. Juli ein neuer Steuersatz gilt

Zunächst die guten Seiten dieser Lösung: Das einzige, was Sie ändern müssen, sind die Steuersätze, die Sie für die Berechnung Ihrer Waren zugrunde legen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn es ist i.d.R. nicht sinnvoll, einfach in Ihrer Kasse oder Warenwirtschaft die aktuell in den Systemeinstellungen hinterlegten „Steuerprozente“ am 1. Juli vor Ladenöffnung zu ändern. Dies könnte bei einer zukünftigen Betriebsprüfung oder einer unangekündigten Kassennachschau fatale Folgen haben.

Falls Sie vom Hersteller Ihres Kassensystems / Ihrer Warenwirtschafts-Software noch keine Information zur geplanten Änderung des Steuersatzes bereitgestellt hat, ist es ratsam, aktiv nachzufragen. Ihr Anbieter kann Ihnen Auskunft darüber geben, was Sie tun müssen, um am und nach dem 1. Juli rechtskonform zu kassieren und ohne bedenken Rechnungen ausstellen zu können. Im besten Fall sorgt er dafür, dass Sie die Mehrwertsteuer ab Juli 2020 automatisch richtig berechnen.

Die Krux an der Medaille: Was sagt König Kunde?!

Auch wenn die Ersparnis für den „Durchschnittsbon“ im Weinfachhandel sich selbst bei einer direkten Weitergabe der Steuersenkung an Ihre Kunden eher im Centbereich bewegen dürfte: Es wird sie geben, die Kunden, die – bereits beim Sichten Ihrer Preisschilder oder erst an der Kasse – sich beschweren oder gar den Laden verlassen, wenn Sie Ihre Preise nicht senken. Treue Stammkunden, die bei Ihnen einkaufen, weil sie Ihre Beratung schätzen, die Atmosphäre, den Smalltalk an der Kasse – und nicht deshalb, weil Sie im Preiskampf mit Aldi konkurrieren können – kümmern sich sicher weniger darum, ob einer Ihrer Weine nun 6 EUR kostet oder 5,85 EUR…

Die Konkurrenz schläft nicht

Spannend bleibt wahrscheinlich auch die Frage, wie viele Händler gerade oder Ende Juni Ihre Preise erhöhen, um ab dem 1.7. mit einem – vielleicht gar 3%igen – Rabatt zu werben. Der in Wahrheit nur eine minimale Preissenkung für den Endverbraucher beinhaltet. Aber werbewirksam den Verkauf fördern kann…

…Sie senken Ihre Preise für Endverbraucher, wenn ab 1. Juli ein neuer Steuersatz gilt

Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Steuersenkung an ihre Kunden weiterzugeben, stehen Sie vor der Grundsatzfrage: Preise senken oder Rabatt gewähren? Rabatte scheinen auf den ersten Blick die einfachste Lösung – einfach nur den Hinweis aufstellen „Rabatt wird an der Kasse abgezogen“ – und fertig. Sie führen jedoch unweigerlich zu krummen Preisen. Und vorsichtshalber sollte Ihr Team anfangs darauf vorbereitet sein, mehrmals am Tag zu erklären, warum es nicht 3 bzw. 2% Rabatt, sondern „nur“ 2,52 bzw. 1,9% Nachlass gibt. Oder ein Schild mit einer Beispielrechnung für die gängigsten Preise aufstellen…

Preise temporär senken – Optionen haben Weinhändler neben Rabatten?

Beißen Sie stattdessen in den sauren Apfel und ändern alle Preise, die im Ladengeschäft zu finden sind? Und am 1. Januar dann noch einmal? Oder macht es für Sie am Ende Sinn, einen innovativen, ganz individuellen Rabatt ins Leben zu rufen, damit Sie nicht so sehr mit der Konkurrenz vergleichbar sind? Vielleicht ist für Sie auch ein Bonus, den Sie anhand der Kundenumsätze als Rückvergütung für die Steuersenkung 2020 gewähren, der beste Weg?

Für die richtige Strategie ist auch hier entscheidend, welche Faktoren bei Ihrer Preisgestaltung zum Tragen kommen: Gibt es bereits ein ausgeklügeltes Rabattsystem – und steht das einem „Corona-Rabatt“ im Wege? Müssen Sie mehrere Systeme (Kasse, Warenwirtschaft, Webshop, etc.) verschiedener Anbieter unter einen Hut bringen? Welche Unterstützung bieten technischer Support und ggf. auch Ihr Steuerberater an, um Sie bestmöglich auf alles vorzubereiten?

Kurzfristige Auswirkungen auf die Kundenfrequenz durch die Senkung der MwSt

Eine Konsequenz der Änderung der Steuersätze in Kombination mit dem „Versprechen“ auf eine Ersparnis ab dem 1. Juli ist eine mögliche Verschiebung der Kundenfrequenz: Wenn Ihre Zielgruppe auf einen angekündigten Preisnachlass damit reagiert, alle Einkäufe bis Juli zu verschieben, ist Ihr Ladengeschäft am Monatsanfang stark ausgelastet. Und in den nächsten Tagen wird es dann ungewöhnlich leer…

Das befürchten wohl auch viele Supermarkt-Ketten. Denn die haben z. T. bereits begonnen, Rabatt zu gewähren. Sie können es sich leisten, mit dieser Maßnahme zu verhindern, dass Anfang Juli der Andrang im Laden „explodiert“.

Denn die Aussicht auf niedrigere Preise könnte dazu führen, dass Verbraucher Einkaufe hinauszögern. Die Folge wäre ein Umsatzeinbruch zum Monatsende und starke Ressourcenauslastung zum Stichtag der Steuersenkung…

Aus dem Nähkästchen: Alternative Idee zur Steuersenkung 2020

Es geht auch ganz anders – das beweist eine kleine Bäckerei bei uns im Ort. Dort verfolgen sie eine ganz andere Strategie, um den „eingesparten Steuerwert“ sinnvoll zu verwenden: Jeder Kunde entscheidet ab Juli selbst, ob er seine Brötchen zum „alten“ Bruttopreis erwerben und die rund 1,9% an die Cornona Hilfe spenden oder selbst von einer Ersparnis profitieren möchte. „Wenn sich Kunden für den eigenen Rabatt entscheiden, weil sie selbst jeden Cent umdrehen müssen, werden wir den Einkauf gar nicht berechnen. Unsere Stammkunden haben dafür gesorgt, dass wir die Krise gut überstanden haben. Das geben wir ab Juli zurück – denen, die es wirklich brauchen“, berichtet der Inhaber. Viele Kunden wüssten schon Bescheid – es gibt eine Infotafel zur geplanten Aktion an der Tür. Und wegen des Abstandsgebots stehen die Leute akkurat Schlange und haben die Zeit zum Lesen. „Die ersten fragen sogar schon, ob sie direkt etwas spenden können. Richtig gerührt hat mich die Reaktion einer älteren Dame – sie würde für unseren Kuchen auch das dreifache bezahlen, wenn denen da oben plötzlich einfalle, die Steuer im nächsten Jahr saftig zu erhöhen.“

Den Kunden scheint es zu gefallen

So sieht der Unternehmer sich bestätigt: „Unsere Idee kommt offensichtlich gut an.“ Nach kurzem Zögern gesteht der Bäckermeister dann, dass seine erste Reaktion auf die Nachricht zur Senkung der Umsatzsteuer weniger begeistert ausfiel: Vielmehr sei er zuerst drauf und dran gewesen, zu Verzweifeln. „Nach dem Irrsinn mit der Bonpflicht im Januar der nächste Schlag für unser Handwerk. Die Politiker scheinen zu vergessen, dass nicht alle Branchen Preise und Margen haben wie die Autoindustrie. Die meisten unserer Produkte kosten weniger als 1 oder 2 EUR, der Gesamtwert eines Kassenbons liegt im Schnitt so bei knapp 4 EUR. 4 EUR. Was bitte nutzt eine Ersparnis von 1,9 %, von mir aus 2,5 % bei den paar Getränken, die wir verkaufen, dem Einzelnen? Das soll den Konsum ankurbeln?“

Er schnauft, scheint noch immer etwas verärgert. Schließlich lacht er verschmitzt: „Dann kam einer meiner Mitarbeiterinnen dieser Einfall – und jetzt freuen wir uns richtig auf die Steuersenkung.“


Anm. der Red.: Auf Nachfrage, wie er die Beträge, die gespendet werden sollen, in seiner Kasse buchen wird, berichtete uns der Bäcker ganz pragmatisch: „Gar nicht. Wir werden wöchentlich anhand unserer Umsätze ausrechnen, welche Summe für Spenden zusammengekommen ist. So ist das leicht zu ermitteln, kostet keine Zeit beim kassieren und wir können ganz leicht Trennen zwischen Lebensmitteln und Getränken. Das Geld werden wir dann auch wöchentlich überweisen. Mein Sohn hat mir schon versprochen, eine Grafik mit der Übersicht über die Spenden zu erstellen und die immer wieder zu aktualisieren. So können alle unsere Mitarbeiter und Kunden sehen, welche Summe schon zusammengekommen ist.“


Quellenangaben und weiterführende Links

Bildquelle: © Bartolomiej Pietrzyk / niroworld – 123RF.com / bearbeitet durch eurosoft

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/2020-06-12-befristete-Senkung-umsatzsteuer-juli-2020.html

https://www.rnd.de/politik/mehrwertsteuer-drogenbeauftragte-will-tabak-und-alkohol-von-der-preissenkung-auslassen-WW747LCWD5BMXIXGGGXXTXOLPI.html

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